Unlitro Toscana Rosso IGT 2022

Ein Liter Fiasko auf den Tisch zu legen, ist eine alte Gewohnheit und Tradition, ein Symbol der Geselligkeit. Von hier aus ist der Name „Unlitro“ und eine Flasche, die in ihren Formen und Größen die Freude und Unbeschwertheit des Zusammenseins anruft.

Unlitro stammt in den jüngeren Weinbergen in der Nähe des Meeres aus einer Mischung aus Alicante, Carignano, Mourvèdre, Sangiovese und Alicante Bouschet Trauben. Sie zeugt vom Willen, das Gebiet leichter und unmittelbarer auszudrücken, ohne seinen Charakter zu verlieren.

Datenblatt

Unlitro drückt intensive Düfte und ein sofortiges und harmonisches Trinken aus, das sich durch eine Explosion von Früchten mit sanften balsamischen und würzigen Noten auszeichnet.
Unlitro ist unser leichtester, dynamischster und unmittelbarster Vorschlag. Beginnend mit dem Namen. Und in Gesellschaft zu trinken.

Bezeichnung: IGT Toscana Rosso
Rebsorten: überwiegend schwarzes Alicante, Carignano, Mourvedre, Sangiovese, Alicante Bouschet
Zuchtsystem: Rammige Schnur, Guyot
Alkoholgehalt: 12% vol
Höhe: 200 bis 350 m/slm
Erntezeit: Ende August/1. Septemberwoche
Ausbeute/ha: 65 hl
Verfeinerung: 6 Monate in Betontanks
Anmerkungen zur Weinherstellung: 2-3 Tage Mazeration auf den Schalen
Erster Jahrgang: 2011
Produzierte Flaschen: 150.000

11,99

Enthält 19% Mehrwertsteuer
(11,99 / 1 L)
zzgl. Versand
Lieferzeit: ca. 4 Werktage
GTIN: 8032584220422

Vorrätig

Zusätzliche Informationen

Alkoholgehalt %vol

12,0

Allergene

Enthält Sulfite

Bio / Vegan

Demeter, EU-Bio-Siegel

Farbe

Rubin

Geschmack

Trocken

Herkunftsland

Italien

Herkunftsregion

Maremma

Hersteller

Ampeleia

Inhalt

1,0 l

Inverkehrbringer

Società Agricola Ampeleia srl – Società Unipersonale, Località Meleta snc, 58036 Roccatederighi, Italien

Jahrgang

2022

Rebsorten

Alicante, Alicante Bouschet, Carignano, Sangiovese

Trinkreife

ca 10 Jahre

Trinktemperatur

16-18 °C

Verschluss

Kork

Beschreibung

Flüssige Seide aus der Maremma
Ampeleia ist eine innige Umarmung des mediterranen Lebens
Seit die Südtiroler Unternehmer und Weinliebhaber Thomas Widmann und Giovanni Podini gemeinsam mit Elisabetta Foradori Ampeleia 2002 gründeten, hat sich viel getan. Dem jungen Team um den Önologen Marco Tait, das die trentiner Winzerin damals zusammenstellte, überließ sie schnell das Tagesgeschäft und dann die Betriebsleitung, nachdem sie anfangs viel Zeit, Ideen und unverzichtbares Know-how eingebracht hatte.
Ampeleia ist in zwanzig Jahren zu einer großen tatkräftigen Familie zusammengewachsen, in der jeder seine Stärken einbringt und deren Spiritus Rector, Betriebsleiter und Önologe Marco Tait ist. Marco ist nach wie vor begeistert von der Vielfalt der Böden, der Natur in drei verschiedenen Höhenlagen und dem phänomenalen Potenzial für den Weinbau. Er kennt alle Parzellen des Weingutes, deren Eigenheiten und Entwicklung genau: »Ich bin mit den Weingärten mitgewachsen. Je besser ich sie kenne, umso besser kann ich im Keller arbeiten.« 2009 stellte Marco Tait auf biologische und auf biodynamische Landwirtschaft um, nach deren Prinzipien – Handlese, Arbeiten nach dem Mondkalender – er jeden Jahrgang hingebungsvoll bereitet. Seit 2014 ist Ampeleia mit dem anspruchsvollen Demeter-Siegel zertifiziert. Dafür wurden 2014 sechs Kühe angeschafft, die zwischen den Weinbergen grasen. Ampeleia hat eine Erweiterung erfahren, ist heute nicht nur Weingut, sondern Biofarm und eine Lebensgemeinschaft Naturbegeisterter mit eigenen Bienenstöcken, Hühnern, Gemüsegärten, Wäldern, Olivenhainen und Feldern mit fast ausgestorbenen traditionellen Getreidearten. »So sind wir weitgehend autark und bringen der Umwelt größtmöglichen Respekt entgegen.«
Angesichts der Vielfalt der Rebsorten wundert es nicht, dass sich die Ernte über eineinhalb Monate erstreckt: Vom Alicante Nero, Anfang September bis zum Cabernet Franc Mitte Oktober. Jede Parzelle wird separat händisch am Höhepunkt der Reife gelesen. Die Trauben werden dreimal selektioniert – ausgedünnt am Weinstock im Sommer, dann bei der Lese selbst und schließlich noch einmal auf dem Weingut. Die Weine von Ampeleia (nach griechisch »ampelos« = Rebstock) sollen die Vielfalt der mediterranen Kultur und Landschaft zum Ausdruck bringen.
Die etwas andere Toskana
Ampeleia liegt einige Kilometer nördlich von Grosseto, in Sichtweite des Bergdorfes Roccatederighi. Dieser wilde Teil der zur Toskana gehörenden Maremma entspricht so gar nicht dem gängigen Toskanabild mit sanften Hügeln, Säulenzypressen, Kulturmetropolen und Renaissance-Palästen.
Die Coline Metallifere genannten Hügel verdanken ihren Namen den seit den Etruskern bekannten Kupfer- und Eisenvorkommen, die mineralische Noten im Wein begünstigen.
Drei Höhenniveaus
Nun wurden die unterschiedlichen Rebsorten natürlich nicht irgendwohin gepflanzt, sondern nach gründlichem Studium der Bodenprofile und der mikroklimatischen Gegebenheiten. Das Ampeleia-Team legte über 50 einzelne kleine Weingärten in drei verschiedenen Höhenniveaus an: Jede Rebsorte wurde entsprechend den klimatischen und geologischen Gegebenheiten dorthin gesetzt, wo sie ihrer Natur nach am besten gedeiht.
Man setzte die Rebstöcke extrem eng – maximal 7.000 bis 8.000 Rebstöcke pro Hektar in einigen Parzellen –, um ihre Konkurrenz um Nährstoffe und damit die Qualität der Trauben zu fördern. »Außerdem selektionieren wir streng und beschränken die Erntemenge auf nur etwa 700 bis 800 Gramm pro Stock«, erklärt Marco Tait .
Von dort zeigt sich die pittoreske, zum nur 30 Kilometer entfernten Meer sanft abfallende Landschaft in ihrer vollen Pracht. 500 m hoch liegen die Parzellen des mit Carbernet Franc und einem Teil der weißen Reben bestockten, 12 Hektar großen Lage La Rocca. Auf mittlerer Höhe zwischen 280 und 350 Metern erstrecken sich die Lagen Pieve und Sassoforte und weiter unten, auf 200 Metern die Rebgärten von Cannucceto.
Das Reich des Cabernet Francs
La Rocca ist ein magischer Ort voller Energie und reich an Kontrasten, der im Cabernet Franc ein außergewöhnliches Medium gefunden hat, um seine Einzigartigkeit im Rotwein Ampeleia, zum Ausdruck zu bringen. Das 12 Hektar große, in sieben Parzellen aufgeteilte Areal gleicht einem nach Süden und Südosten exponierten Amphitheater, das ganzjährig durchlüftet wird. Der Temperaturunterschied zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten vertieft und verfeinert die Aromen der Trauben, das vulkanische Gestein bringt Mineralität, Feinheit und Länge am Gaumen. Filetstück von La Rocca ist die Lage »Bella Vista«. Der nahe Kastanien- und Eichenwald und die bis hierher reichende Meeresbrise, welche die Trauben stets gut trocknet und damit vor Fäulnis bewahrt, schaffen ein besonders günstiges Mikroklima. Von hier stammt folglich auch ein Großteil der weißen Trauben für den Bianco di Ampeleia – und etwas Merlot. Das Weingut selbst ist weder ein atemberaubender futuristischer Neubau aus Beton und Glas noch eine protzige Villa Rustica, sondern ein für die Bautradition dieses Landstriches typisches, sanft in die Hügel eingefügtes kleines »Podere«, ein landwirtschaftliches Gut, das man den Vorbesitzern – Weinbauern und Viehzüchtern – abgekauft und umstrukturiert hat.
In Sichtweite des Meeres
Die insgesamt 5 Hektar umfassenden auf einer mittleren Höhe zwischen 280 und 350 Metern liegenden Parzellen sind vorwiegend mit Alicante Nero, Carignano, Mourvèdre – für den Rotwein Kepos – und einigen weißen Trauben bestockt. Kellermeister Tait zitiert ein nur auf Englisch funktionierendes Wortspiel: »Mourvèdre should see the sea.« Sinngemäß: Mourvèdre gedeiht am besten in Sichtweite des Meeres. Der schönste Platz dieser mittleren Lagen ist Sassoforte, mit wasserdurchlässigen, steinigen, roten Tonböden umgeben und geschützt von Korkeichen, Baumerdbeeren, Myrte, Felsen und mediterraner Macchia.
Mit Pieve auf 300 m Höhe, von Olivenbäumen und Wald begrenzt, und Cannucceto auf 200 m, unweit von Korn- und Sonnenblumenfelder, finden wir – insgesamt 17 Hektar – die am tiefsten gelegenen Weingärten Ampeleias: Schwere Tonböden, durchsetzt mit Fossilien und Kalk, und um einige Grad höhere Temperaturen als in den oberen und mittleren Lagen. Die Parzellen von Canucceto und sind ideal für die mediterranen Sorten Alicante Nero und Mourvèdre, aus denen ein Großteil des Unlitro gekeltert werden, jene von Pieve für die Letztgenannten und Carignano, aus denen der Rosé und ein Teil des Kepos vinifiziert werden.Die Vielfalt zeigt es. Der Name ist Programm: Ampeleia (von »ampelos« = Rebstock)
Den Hauptanteil macht Cabernet Franc mit etwa 50% aus, der in der Maremma bis dato kaum verbreitet war. Frucht, Würze, Eleganz und Körper sind die Charakteristiken, die er in den reinsortig aus Cabernet Franc vinifizierten Ampeleia einbringt. Weitere, ausgesprochen mediterrane Rebsorten tragen mit ihren Eigenschaften zum Charakter der Weine bei. Sie festigen die Statur des Weines und beleben die Fruchtaromen, wie der Carignano mit seinen Himbeer- und Minzenoten. Oder der an Gewürze wie Lorbeer erinnernde Mourvèdre, der zudem einen gewissen animalischen Charme ausstrahlt. Der farbintensive Alicante Nero besticht mit Frische, Eleganz und feinen Erdbeer- und Blütenaromen.
Der Zweitwein Kepos (griech. »Garten«) wird aus diesen drei Sorten Alicante Nero, Mourvèdre und Carignano erzeugt. Sie werden am gleichen Tag geerntet und zusammen vinifiziert. Der Wein verbringt zehn Monate in Betontanks und zwei Monate in der Flasche. Er ähnelt im Stil dem großen Bruder Ampeleia, ist jedoch etwas einfacher, preisgünstiger und sollte jung getrunken werden. Ein saftiger Wein für eine gesellige Runde, der einfach nur Spaß macht, ist der Literwein Unlitro; eine Cuvée aus Alicante, Carignano, Mourvèdre, Sangiovese und Alicante Bouschet. Die Trauben stammen von jungen Rebstöcken, die ihr mediterranes Terroir mit all seinen Charakteristika leicht und direkt widerspiegeln.
Neben diesen werden auch die Sorten Merlot, Alicante Bouschet, Sangiovese für die Rotwein- und Trebbiano, Ansonica, Malvasia für die Weißwein-Produktion (Ampeleia Bianco) kultiviert. Das gekühlt in den Keller transportierte, erstklassige Lesegut wird, je nach Rebsorte, entweder in Betontanks oder hölzernen Gärbehältern, kleinere Mengen in Stahltanks vergoren. Der Kellermeister muss 40 bis 50 einzelne Gärchargen gleichzeitig unter Kontrolle behalten. Der Ampeleia reift dann etwa zwölf Monate in großen, 50 bis 60 hl fassenden Holzfässern und weitere zwölf Monate in der Flasche.
Aus all dem ergibt sich: Der Ampeleia ist nicht typisch für die herkömmlichen, häufig bestenfalls mittelprächtigen Weine der Maremma. Er ist vielmehr eine elegant-fruchtige Interpretation der neuen, der anderen Maremma. Der 2017er Jahrgang wurde von Falstaff und Wine Advocate mit 93 Punkten ausgezeichnet.
Weniger ist mehr
Beim Besuch auf dem Weingut kommt einem das bekannte »Weniger ist mehr« aus Lessings Emilia Galotti unweigerlich in den Sinn. Wenige Details und noch mehr Präzision in Weinberg und Keller sorgen dafür, dass die Weine von Ampeleia von Jahrgang zu Jahrgang stets ein wenig mehr der Perfektion entgegenstreben, was sich auch in den alljährlichen Weinbewertungen niederschlägt.
Der im Schnee »geborene« Ampeleia ist eine innige Umarmung des mediterranen Lebens
Im Licht dieser Philosophie wurde der Ampeleia tatsächlich ein essenzieller Wein, und aus einer im Schnee der Alpen geborenen Idee wurde eine innige Umarmung des mediterranen Lebens.
Alles begann im Schnee der italienischen Alpen – beim Skifahren. Abends in der Hütte philosophierten drei Freunde, die sich schon lange kannten und die Naturverbundenheit, Liebe zur mediterranen Kultur und Leidenschaft für das Ursprüngliche teilten, darüber, wie wohl ihr gemeinsames Idealbild eines Rotweines aussehen sollte: Geschmeidig, elegant, fein und fließend wie Seide, dabei harmonisch, facettenreich und fruchtig, charmant, aber doch auch kräftig. Es wäre wahrscheinlich beim Philosophieren geblieben, wären die drei Freunde nicht die beiden Südtiroler Unternehmer, Tatmenschen und Weinliebhaber Thomas Widmann und Giovanni Podini sowie die trentiner Winzerin Elisabetta Foradori gewesen. Die drei waren fest entschlossen, ihre Idee zu verwirklichen und den Wein, der zuerst im Kopf entstand, eines Tages zu produzieren.
Nachdem die Vision immer klarer wurde und deutliche Züge annahm, suchten die drei Partner nach dem bestgeeigneten Ort zur Verwirklichung ihres Zieles. »Das Unternehmen gestaltete sich schwierig, wir hatten uns bereits viele Plätze in Italien angesehen und wollten fast schon aufgeben, als wir 2002 das hier fanden«, sagt Elisabetta und weist mit den Armen auf die Hügel rund um das schließlich »Ampeleia« genannte neue Weingut. Foradori, Widmann und Podini waren begeistert von der Vielfalt der Böden und der Natur in der verschiedenen Höhenlagen, erkannten das phänomenale Potenzial für den Weinbau und beschlossen zu bleiben.
Foradori: »Wir haben uns bei der Suche nach dem richtigen Standort und den geeigneten Rebsorten natürlich viele Gedanken gemacht, aber auch auf Gefühl und Intuition verlassen, die ihrerseits wieder auf lange Erfahrung aufbauen. Und wir lernen jedes Jahr viel dazu.«